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Deutlicher Anstieg der Nettokaltmieten in Berlin

 

Deutlicher Anstieg der Nettokaltmieten in Berlin

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis durchbricht erstmalig die Fünf-Euro-Marke. So ist die Nettokaltmiete in den vergangenen Jahren von einem überdurchschnittlichen Anstieg gezeichnet. Eine Erhöhung von sechs Prozent verzeichnet der Mietspiegel der Hauptstadt seit 2009. Insbesondere im Altbau ist ein deutlicher Anstieg der Quadratmeterpreise zu verzeichnen, dessen Bestand mit knapp 365.000 Wohnungen relativ groß ist. Leichte Preissenkungen hat der Westteil bei Wohnungen, welche zwischen 1984 bis 1990 erbaut wurden, wobei die Preise in diesem Segment bereits Jahre zuvor durchschnittlich hoch waren.

Mietervereine sowie der Mieterschutzbund äußerten bereits ihre Bedenken und fordern eine gesetzliche Begrenzung des Mietanstiegs, insbesondere im Rahmen der Neuvermietung. Eine erste gesetzliche Initiative stellt ein geplanter Verordnungsansatz zum Verbot der Zweckentfremdung von Wohnimmobilien zu Ferienwohnungen dar.

Trotz des Preisanstiegs bleiben die Mietspiegelpreise Berlins noch deutlich hinter den durchschnittlichen Nettokaltmieten anderer europäischer Metropolen zurück. Obgleich bereits jetzt über die Tragbarkeit der Mietspreissteigerung seitens der Mieter öffentlich diskutiert wird, sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass diese Mietentwicklung zunehmend private Investitionen ermöglicht und vereinfacht. Insbesondere vor dem Hintergrund der Energiewende sollte doch auch dieser Ansatz Berücksichtigung finden.

Quelle: Berliner Morgenpost, erschienen am 29.05.2011